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Die Alchemie hat ihren Ursprung wahrscheinlich in Ägypten. Parallele  Ursprünge finden sich in Indien und im alten China.


Das Wort Alchemie stammt möglicherweise von „al-kimiya“, die arabische Bezeichnung für „die Lehre von feuchten Dingen“ oder Stofflehre.  
Uroboros


Denkbar ist auch, dass sich das Wort Alchemie vom arabischen "al kymia" bzw. vom griechischen "χυμεiα" (chymeia) herleitet. „Al“ ist ein arabischer Artikel, „Kemet“ oder „Chemi“ ist der ägyptische Ausdruck für „das Schwarze“ und bedeutet auch „schwarze Erde“, dies entspricht dem Namen mit dem die alten Ägypter selbst ihr Land bezeichneten, bzw. Alchemie wird hier als "Kunst der Ägypter" verstanden.

Das griechische „chymeia“ bedeutet allerdings „Schmelzung“; in diesem Sinne bedeutet Alchemie „Lehre des Gießens“.

Von Ägypten, zumindest aber aus dem arabischen Raum, gelangte die Alchemie nach Griechenland, wo unter anderem Araber die geheime Kunst lernten und in andere Länder verbreiteten. Ihnen ist es zu verdanken, das die Alchemie im 13. Jahrhundert über Spanien nach Mitteleuropa gelangte.

Den meisten Menschen ist der Begriff Alchemie bekannt als eine von Magie und Aberglauben umwobene dunkle Kunst, ausgeübt von alten Männern in dunklen Kellern, deren Zweck die Herstellung von Gold aus unedlen Metallen war. In Wahrheit ist dieses nur ein Teil der alchemistischen Kunst gewesen. Wir verdanken den Alchemisten eine Vielzahl unserer heute bekannten Heilmethoden. Auch der Einfluss der Alchemie auf Philosophie, Literatur, Chemie, Medizin, Astrologie, Spagyrik, Homöopathie und Magie ist allgegenwertig.

Grüner LöweIm 14. Jahrhundert bekam die Alchemie endgültig ihren bis heute zweifelhaften Ruf. Es gab viele Scharlatane, die mit dem Versprechen, aus Blei Gold herzustellen, die Gier und die Gutgläubigkeit der Menschen ausnutzten. Doch nur so gelang es Ihnen, die nötigen finanziellen Mittel für die damals unglaublich kostspieligen Experimente zu beschaffen. Man bedenke, das ein Alchemist bis zu 8 Mitarbeiter brauchte, um sein Werk über Monate, ja Jahre zu vollbringen. Doch nun zum Kern der Sache:

Alchemie ist eine Wissenschaft.

Sie entsteht aus dem Beobachten der Natur (Körper), Festigen des Glaubens (Geist) und Verstehen des Menschen (Seele). Vollkommene Erkenntnisse des Einen können nicht ohne die Kenntnisse der Anderen erlangt werden, weil diese Drei eins sind.
4elemente
Der Körper gibt unserer Seele Ausdruck und Form.
Die Seele nährt unseren Geist.
Der Geist ist die Kraft der Seele.

Alchemie ist deshalb nicht nur eine intellektuelle oder geistige Wissenschaft, sie befasst sich auch mit materiellen Dingen, denn Körper und Geist sind nur entgegengesetzte Pole des Vergänglichen. Alles fließt, alles ist in Bewegung, alles verändert sich.

Alchemie ist eine Kunst.

Eine heilige Kunst, frei und ohne Gesetze. Da jede Kunst vom Künstler verlangt, seine Sicht der Welt in ihr auszudrücken, erschafft sie aus jedem Gedanken und jedem Handeln neue Welten der Erkenntnis.  

Der Mensch und sein Körper selber ist ein Alchemist,  nur das wir es nicht merken. Unser ganzes Leben verwandeln wir Materie. Alles, was wir essen und trinken, wird in Blut, Fleisch, Haare, Nägel und Knochen verwandelt. Stoffe werden herausgelöst ( solve ) und wieder zusammengesetzt ( coagula ). Licht und Luft werden aufgesaugt, um die Energie für diese Umwandelung bereitzustellen.

Die Kunst besteht darin, im hermetisch abgeschlossenen „Gefäß“ die Welt des Schöpfers für sich selbst zu entdecken.

„Dasjenige, welches Unten ist, ist gleich demjenigen, welches Oben ist: und dasjenige, welches Oben ist, ist gleich demjenigen, welches Unten ist, um zu vollbringen die Wunderwerke eines einzigen Dinges.“ (zweiter Vers Tabula smaragdina )

Dinge, die sich im „Großen“ ereignen, wiederholen sich im „Kleinen“ oder „Kleinsten“, spiegeln sich sogar im Geistigen und Seelischen.

Das zu erkennen und anzuwenden und somit Körper, Seele und Geist  beflügelt von den vier Elementen  Feuer-Wasser-Luft-Erde in ein harmonisches Gleichgewicht zu bringen, ist die wahre Kunst.

Alchemie ist Evolution.rosa

Es ist deshalb ein Fehler, Alchemie mit der Chemie zu verwechseln. Moderne Chemie ist eine künstliche Wissenschaft, die sich nur mit den Außenformen befasst.

Sie kann nur Atome und Moleküle verschiedener Substanzen zusammensetzen, aber am Ende haben wir nur dieselbe tote Materie in einer anderen Form.  Alchemie mischt oder setzt nichts zusammen, sie versucht das, was bereits existiert, von seinen Unreinheiten zu befreien, blockierte Energien freizusetzen und die Einheit der drei Prinzipien  in Perfektion zu bringen. Sie aktiviert, lässt wachsen, größer werden und sich entwickeln. Alchemie ist deshalb eher mit der Biologie vergleichbar und, tatsächlich, hat evolutionäres Wachstum eines Baums oder eines Tieres im Laboratorium der Natur vieles gemeinsam mit den alchimistischen Prozessen, die große Alchemisten seit Angedenken der Zeit praktizieren.

In stercore invenitur

 (mittelalterliches Sprichwort)